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<title>Tomtom</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Tomtom</span></h1>
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<p>Das <b>Tomtom</b>, auch <b>Tom-Tom</b> oder <b>Tom</b>, ist eine zylindrische, selten auch bauchige, einseitig oder beidseitig mit Fell bestückte, in verschiedenen Größen gebaute <a href="Trommel" title="Trommel">Trommel</a>, die zum festen Bestandteil des <a href="Schlagzeug" title="Schlagzeug">Schlagzeugs</a> und zum Instrumentarium von <a href="Marching_Band" title="Marching Band">Marching-Bands</a> gehört.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wortherkunft">Wortherkunft</h2></div>
<p><i>Tom-Tom</i> ist <a href="Onomatopoesie" title="Onomatopoesie">lautmalerisch</a> und wird seit dem 18. Jahrhundert vom <a href="Bengalische_Sprache" title="Bengalische Sprache">bengalischen</a> Wort <i>tomtom</i> abgeleitet.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verwandte Bezeichnungen für Trommeln sind <i>tam tam</i> in anderen ostindischen Sprachen, <i>tong tong</i> auf <a href="Malaiische_Sprache" title="Malaiische Sprache">Malaiisch</a> und <i><a href="Bera_(Trommel)#Tammatta_bera" title="Bera (Trommel)">tamattama</a></i> auf <a href="Singhalesische_Sprache" title="Singhalesische Sprache">Singhalesisch</a> für ein kleines Kesseltrommelpaar in <a href="Sri_Lanka" title="Sri Lanka">Sri Lanka</a>.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauform">Bauform</h2></div>
<p>Instrumentenkundlich wird das Tomtom unabhängig von seiner Rahmenhöhe zu den <a href="R%C3%B6hrentrommel#Zylindertrommeln" title="Röhrentrommel">Zylindertrommeln</a> und nicht zu den <a href="Rahmentrommel" title="Rahmentrommel">Rahmentrommeln</a> gezählt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Kessel besteht meistens aus Sperrholz, selten auch aus Kunststoff, noch seltener aus Metall oder anderen Materialien. Bei Fertigungen aus Holz werden mehrere Lagen aufgebaut. Dünnere Kessel, beispielsweise mit vier Lagen, werden mit Verstärkungsringen versehen. Verschiedene Holzsorten finden Verwendung. In den 1960er Jahren waren <a href="Buchen" title="Buchen">Buchenkessel</a> verbreitet. Auch Tropenholz wurde eingesetzt, so bei der hochpreisigen <a href="Sonor" title="Sonor">Sonor</a>-Signature-Serie. Eines der gegenwärtig populärsten Hölzer, die im Tomtom-Bau Verwendung finden, ist <a href="Ahorne" title="Ahorne">Ahorn</a>, das einen warmen, ausgewogenen und <a href="Sustain" title="Sustain">sustainreichen</a> Klang bietet, sich gut verarbeiten lässt und von dem es üppige Ressourcen insbesondere in <a href="Nordamerika" title="Nordamerika">Nordamerika</a> gibt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fellbespannung">Fellbespannung</h3></div>
<p>Die <a href="Schlagzeugfell" title="Schlagzeugfell">Trommelfelle</a> werden mit Spannreifen aus Metall, seltener aus Holz, aufgespannt und lassen sich – innerhalb gewisser Grenzen – tonal stimmen und im Straffheitsgrad dem bevorzugten Musikstil anpassen. Der typische Klang des Tomtoms lässt sich allgemein als mittenbetont bezeichnen. Bis in die 1940er Jahre war es verbreitet, die Resonanzfelle – zu der Zeit Naturfelle – an den jeweiligen Kessel zu nageln; dadurch waren diese nicht stimmbar.
</p><p>Eine Besonderheit ist bei den Tom-Fellen (im Gegensatz zu <a href="Kleine_Trommel" title="Kleine Trommel">Snare</a>-Fellen), dass sie sowohl als Schlag- als auch Resonanzfelle genutzt werden können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Typen">Typen</h3></div>
<p>Ein Schlagzeug hat, je nach musikalischem Stil und den Vorstellungen des Schlagzeugers, eine beliebige Anzahl von Toms. Im heutigen Standardaufbau sind es meistens drei Toms unterschiedlicher Größen und Tomversionen.
</p><p>Am Drumset unterscheidet man:
</p>
<ul><li><i>Hängetoms</i>, die mit einer Halterung entweder an einem Tomgelenk auf der Bass Drum oder an einem separaten Tomständer aufgebaut werden. Ab den 1990er Jahren wurde es modern, diese Toms mit Systemen, die großteils an den Spannringen angebracht wurden, etwas freischwinged zu befestigen. Das Ziel war, keine Bohrungen mehr in die Kessel hinein vorzunehmen und so möglichst viele Kontakte der Materialien (Holz, Metall) miteinander zu verhindern.</li>
<li>Unter <i>Rack Toms</i> versteht man Hängetoms, die entweder fest oder freischwingend an einem Rack befestigt sind, das an die Stelle von Tomhalterungen, Beckenständern und anderer Hardware tritt. Dies hat bei großen Sets einerseits den Vorteil von Platzersparnis, andererseits beim Auf- und Abbau, da die Positionierungen der Teile feststehend sind, was die Notwendigkeit des Neueinstellens vermeidet. Zudem kann dieses, besonders bei großen Schlagzeugen, eine erhebliche Gewichtsersparnis bei Transporten bedeuten. So befinden sich an einem Rack auch Beckenhaltearme, an denen die Becken befestigt werden.</li>
<li><i><a href="Concert-Tom" title="Concert-Tom">Concert-Toms</a></i>, die nicht mit Resonanzfellen versehen sind, über keine Spannböckchen an der Unterseite verfügen, dort ergo auch nicht mit Gratungen versehen wurden.</li>
<li><i>Standtoms</i> (englisch <i>floortoms</i>), die auf Standfüßen stehen, welche höhenjustierbar sind.</li>
<li>Darüber hinaus gibt es noch <i><a href="Rototom" title="Rototom">Rototoms</a></i>. Diese verfügen über keinen Kessel und werden über ein Gestell, mit dem sie verbunden und befestigt sind, gestimmt.</li>
<li>Eine Ausnahme bilden die Trommeln der Firma <a href="North_Drums" title="North Drums">North Drums</a>, die trichterförmig und um 90° gebogen sind, was den Klang deutlicher in Richtung der Zuhörer abstrahlt.</li></ul>
<p>Die Zargenhöhe der Tomtoms reicht von 14 bis 60 Zentimeter.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Industriemaße für Hängetoms liegen zwischen 6 und 16 <a href="Zoll_(Einheit)" title="Zoll (Einheit)">Zoll</a> (15,2 cm bis 40,6 cm), für Standtoms zwischen 14 und 18 Zoll (35,6 cm bis 45,7 cm) im Durchmesser. Es gibt Unterschiede in der Tiefen-Abmessung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>James Blades, James Holland: <i>Tom-tom.</i> In: <i>Grove Music Online,</i> 2001</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Tom-tom_drums?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Tomtom</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Sarwar Morshed: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://ejournal.undip.ac.id/index.php/parole/article/download/22861/15949"><i>English Reduplicative Loans in Bangla.</i></a> In: <i>Parole: Journal of Linguistics and Education,</i> Band 9, Nr. 2, 2019, S. 117–123, hier S. 123</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Claudia Magaly Ciceros Cetina, MªTeresa Galarza Ballester: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://mural.uv.es/mgaba/anglo-indian"><i>A semantic overview of Anglo-Indian borrowing: linguistic areas and contact effects.</i></a> mural.uv.es</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <a href="Hornbostel-Sachs-Systematik" title="Hornbostel-Sachs-Systematik">Hornbostel-Sachs-Systematik</a>, Kommentar bei 211.3</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wieland_Ziegenr%C3%BCcker" title="Wieland Ziegenrücker">Wieland Ziegenrücker</a>: <i>Allgemeine Musiklehre mit Fragen und Aufgaben zur Selbstkontrolle.</i> Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1977; Taschenbuchausgabe: Wilhelm Goldmann Verlag, und Musikverlag B. Schott’s Söhne, Mainz 1979, ISBN 3-442-33003-3, S. 179.</span>
</li>
</ol>
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/1085190633">1085190633</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh2003002994">sh2003002994</a></span> </div>
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